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Da das in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildete Hormon ACTH (Adrenocorticotropes
Hormon) die Bildung von Cortisol fördert, kann
auch eine
ACTH-Überproduktion zu einem Hypercortisolismus führen. Man
unterscheidet daher im wesentlichen zwischen zwei Formen. 1.
ACTH-abhängige Form (bei ca. 85%) Hier ist das
Cortisol-Überangebot auf eine gesteigerte Bildung von ACTH
zurückzuführen, die zu einer beidseitigen Größenzunahme der
Nebennieren führt. Ursache ist in den meisten Fällen (>90%) ein
Adenom (gutartiger Tumor) der Hirnanhangdrüse, das vermehrt ACTH produziert und
ausschüttet. Dieses Krankheitsbild wird als Morbus Cushing bezeichnet. Bestimmte
Tumoren (meist in Lunge, Schilddrüse, Nebennierenmark oder
Bauchspeicheldrüse) sind in der Lage, außerhalb der Hirnanhangdrüse
ACTH zu produzieren. Daher kann sich auch in diesen Fällen ein Cushing-Syndrom
ausbilden. 2. ACTH-unabhängige Form (bei ca. 15%) Bei
dieser Form ist der Hypercortisolismus auf eine vermehrte Cortisol-Bildung in
den Nebennieren (z.B. durch gut- und bösartige Tumoren) oder auf die
therapeutische Gabe von Glucocorticoiden zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie z.B. Rheuma oder Asthma zurückzuführen. 3.
Pseudo-Cushing-Syndrom
Eine gesteigerte Bildung von Cortisol kann auch durch Alkoholismus
und schwere Depressionen ausgelöst werden.
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